Wärmepumpen in Olching
Auf Heizung und Warmwasserbereitung entfallen
mehr als 85% des Energieverbrauches der
bundesdeutschen Haushalte, der überwiegende Teil
davon wird aus fossilen Energieträgern
bereitgestellt, welche zunehmend knapper und damit
teuerer werden.Die Wärmepumpe ermöglicht eine
Heizungsform, welche 75 % der benötigten
Heizleistung aus der Umwelt bezieht. Die Wärme wird
der Umgebung entzogen und mittels eines elektrisch
angetriebenen Kreislaufprozesses
(Kühlschrankprinzip) auf die erforderliche
Heiztemperatur gehoben.
Besonders effektiv ist dabei der Wärmeentzug aus
dem Grundwasser, da dieses auch im tiefsten Winter
mit ca. 10 Grad relativ warm ist. Olching ist
aufgrund seines hohen Grundwasserstandes und seiner
guten Grundwasserverfügbarkeit ideal geeignet für
den Einsatz grundwassergebundener Wärmepumpen.
Das Grundwasser wird aus einem Brunnen zu dem
Wärmetauscher gepumpt, dort abgekühlt und
anschließend wiederversickert. Die dem Wasser
entzogene Wärmemenge wird von der Wärmepumpe auf die
erforderliche Temperatur „gehoben“ und für
Warmwasser und Heizung zur Verfügung gestellt.
Für den Betrieb der Brunnenanlage ist eine
wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. Diese
wird von Seiten des Landratsamtes in Verbindung mit
den Sachverständigen der Wasserwirtschaft erteilt
(nähere Info erteilt auch die Agenda 21).
Die Brunnenanlage und die Wärmepumpe sollten von
fachkundigen Personen geplant werden, um die
Einsparpotentiale des gesamten Systems zu nutzen. In
Verbindung mit einem speziellen Stromtarif
(Wärmepumpentarif) belaufen sich die Kosten für
Heizung und Warmwasser für ein Einfamilienhaus im
Regelfall auf deutlich unter 1000 € pro Jahr.
Die Wärmepumpe schont jedoch nicht nur den
Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Eine aktuelle
Studie der TU München weist nach, dass Wärmepumpen
erheblich zum Einsparen von Primärenergie und damit
zum Klimaschutz beitragen. Bei einem Wirkungsgrad,
wie er bei grundwassergebunden Wärmepumpen erreicht
wird, reduziert sich der Primärenergieeinsatz
gegenüber dem Gas-Brennwertkessel um mehr als die
Hälfte.
Die Wärmepumpe stellt in Hinblick auf die
Betriebskosten, die weitgehende Unabhängigkeit von
fossilen Rohstoffen und den Klimaschutz eine
zukunftsfähige Form der Heizung dar.
Der Einbau von Wärmepumpen kann sowohl im Neubau wie
auch in bestehenden Gebäuden erfolgen. In jedem Fall
ist eine Fußbodenheizung aufgrund der geringeren
Vorlauftemperaturen energetisch von erheblichem
Vorteil.
Ein weiterer Vorteil von grundwassergebunden
Anlagen besteht in der Möglichkeit zur
Gebäudekühlung. Für die Gebäudekühlung ist ein
Betrieb der Wärmepumpe nicht erforderlich. Die
abzuführende Wärme wird über den Wärmetauscher
direkt an das Grundwasser abgegeben. Die
Betriebskosten reduzieren sich dann auf den
Pumpenstrom.
Im Sinne der Energiewende auf lokaler Ebene erfasst
die Agenda 21 im „Arbeitskreis Erneuerbare Energien“
die in Olching installierten Wärmepumpen. Anfragen
nehmen wir unter 08142/3384 entgegen. |